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Peter Piek aus Leipzig und Christian Schönholzer (Cheekbones, Dead Monkeys) aus Bern bilden zusammen die Zwei-Mann-MiniRock-Band. Die Instrumentierung: Gesang, Gitarre, Piano und ein MiniRock Schlagzeug. Du hast noch nie von einem MiniRock–Schlagzeug gehört? Dann wird es Zeit, euch bekannt zu machen: ein abmikrofonierter Gitarrenkoffer der um eine Snare, zwei Cymbals sowie eine Schachtel Nägel aus dem Baumarkt erweitert wird, welche Christian lediglich mit der Fussmaschine und seinen Fingern bedient.



Gespielt werden die teils aufwändig instrumentierten Underground-Popstücke des Singer-Songwriters Peter Piek. Die Songs treffen in der Bandvariante auf eine Eigenkreation, die den Sound deutlich nach vorn treibt, woraus ein kreativer, eigenwilliger und partytauglicher Rock-Folk-Indie entsteht.

> peterpiek.com
> soundcloud.com/peterpiek
> facebook.com/sayhellotopeterpiek




Synthetische Strukturen, gestoppt von akustischen Parts, Pausen, Zurückhaltung. Broken Beats. Verwoben und zerfasert von entrückten Gesangslinien. Fragmentierte Geschichten, Läufe werden abrupt gestoppt. Geschichtete Violinen-Spuren, die im Loop in sich zusammenbrechen, introvertierte Gitarren-Figuren, die atmen. Wundervolle Songs. Eigenständigkeit.



Die zentrale Idee des Berliner Electronica-Duos Earnest and Without You ist es Leerstellen, sogenannte Voids sichtbar zu machen, Leerstellen, in denen Musik zur Kommunikation wird. Es sind versteckte oder offen markierte Abwesenheiten, in denen Erwartungen musikalisch und auch textlich explizit nicht erfüllt werden.



Die Annahme, dass alles, was gesagt wird, immer auch das Nicht-Gesagte bestimmt. Raum, der eingenommen werden kann. Das «Without You» im Namen der Band wird somit zu einem verbindenden Programm, zu einem «With You».

> earnestandwithoutyou.net




Ein Heimspiel bestreiten diesen Monat Phraseland. Normalerweise zu fünft unterwegs tritt der Songwriter und Lyriker Björn Schmelter – der Kopf von Phraseland – dieses Mal als Trio mit Mike Hasler (Percussion/Backing Vox) und Sandro Vetsch (Gitarre) im Portier auf. So präsentieren sie neben alternativen Arrangements der letzten zwei Alben auch brandneues Material.



Die Lieder bewegen sich immer zwischen Bewährtem und neuer Erkenntnis, mal mit viel Melancholie, mal fröhlich. Bei der Qualität seiner Songs hilft Björn die ungefilterte Kritik seiner alten Katze: Hakt die Melodie, gelingt den Lyrics kein Tiefgang oder wird das Ganze gar kitschig, so klappt sie die Ohren nach hinten, stösst Gläser um, oder beerdigt schon mal die Vorhänge. Na dann, schauen wir ob sich unser Geschmack mit dem der Katze deckt!



> phraseland.com
> soundcloud.com/phraseland




Eingängig, eigenständig und so schön, dass es zuweilen wohltuend schmerzt: Das Album «Repeat Spacer» von MyKungFu ist eine Hommage an die grosse Kunst des Pop. Alles beginnt mit einem traumwandlerischen Fiepen. Und traumhaft bleibt es. Domi Schreiber hat zwölf zartbittere Popsongs komponiert, die zu Herzen gehen. Oft beginnen sie stockend, gestützt nur von einer zarten Melodie, bevor sie abheben zum beglückten Flug («Try Again»). Gegen Ende entwickelt das klug dramaturgisierte Album gehörig Zug bis zum Übermut: Das euphorische Instrumentalstück «Try Not To Talk» fährt mit Fanfaren und komplexen Beats ein, bevor das mit lässiger Gelassenheit gespielte «Shine, Shine, Shine» eine Klammer öffnet, weil es viel zu gut war, um auf der Platte zu fehlen. Zwischendurch schüttelt Schreiber mit scheinbarer Beiläufigkeit einen verboten eingängigen Schrummelsong aus dem Ärmel, der nur gut drei Minuten braucht, um sich bleibend im Ohr einzunisten: «Damage» – die perfekte Single.



Domi Schreiber ist 1973 geboren und zwischen Solothurn und Bern aufgewachsen. Längst ist er in Winterthur gestrandet und übt sich dort in der grossen Kunst des Kammerpop. Seine neue Platte «Repeat Spacer» hat er erneut in der eigenen Stube eingespielt. Sebastian Horn, Sänger der deutschen Bananafishbones, oder der Zürcher Sänger und musikalische Seelenverwandte Biggles, der sich wie Schreiber auf die Suche nach der fragilen Schönheit begibt, die sogar die Schmerzgrenze zu überschreiten vermag, gehören zu seinen Gästen.



Wer Talent und Freunde hat, braucht keinen Plattenvertrag: Schreiber veröffentlicht sein zweites Studioalbum im Eigenverlag. Produziert hat die Platte Lukas Speissegger (Foodcorner Studios), mit dem Schreiber vor langer Zeit einmal auch bei HNO zusammengespielt hat (ja genau, das sind die mit dem Radiohit ohne Verfalldatum: «I Don’t Care»).

> mykungfu.ch