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Eingängig, eigenständig und so schön, dass es zuweilen wohltuend schmerzt: Das Album «Repeat Spacer» von MyKungFu ist eine Hommage an die grosse Kunst des Pop. Alles beginnt mit einem traumwandlerischen Fiepen. Und traumhaft bleibt es. Domi Schreiber hat zwölf zartbittere Popsongs komponiert, die zu Herzen gehen. Oft beginnen sie stockend, gestützt nur von einer zarten Melodie, bevor sie abheben zum beglückten Flug («Try Again»). Gegen Ende entwickelt das klug dramaturgisierte Album gehörig Zug bis zum Übermut: Das euphorische Instrumentalstück «Try Not To Talk» fährt mit Fanfaren und komplexen Beats ein, bevor das mit lässiger Gelassenheit gespielte «Shine, Shine, Shine» eine Klammer öffnet, weil es viel zu gut war, um auf der Platte zu fehlen. Zwischendurch schüttelt Schreiber mit scheinbarer Beiläufigkeit einen verboten eingängigen Schrummelsong aus dem Ärmel, der nur gut drei Minuten braucht, um sich bleibend im Ohr einzunisten: «Damage» – die perfekte Single.



Domi Schreiber ist 1973 geboren und zwischen Solothurn und Bern aufgewachsen. Längst ist er in Winterthur gestrandet und übt sich dort in der grossen Kunst des Kammerpop. Seine neue Platte «Repeat Spacer» hat er erneut in der eigenen Stube eingespielt. Sebastian Horn, Sänger der deutschen Bananafishbones, oder der Zürcher Sänger und musikalische Seelenverwandte Biggles, der sich wie Schreiber auf die Suche nach der fragilen Schönheit begibt, die sogar die Schmerzgrenze zu überschreiten vermag, gehören zu seinen Gästen.



Wer Talent und Freunde hat, braucht keinen Plattenvertrag: Schreiber veröffentlicht sein zweites Studioalbum im Eigenverlag. Produziert hat die Platte Lukas Speissegger (Foodcorner Studios), mit dem Schreiber vor langer Zeit einmal auch bei HNO zusammengespielt hat (ja genau, das sind die mit dem Radiohit ohne Verfalldatum: «I Don’t Care»).

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