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Schöne Lieder braucht diese Welt und in dieser Disziplin reüssiert Tiziano Zandonella bravourös: Yellow Teeth, wie sich der Musiker mit dem bubenhaften Gesicht und der reifen Stimme eines ewig Reisenden nennt, präsentiert auf seinem Debut-Album «Night Birds» zehn feine Folksongs. Diese überraschen von der ersten Sekunde an mit kraftvollem Songwriting und augenblicklicher Intimität zwischen dir und ihm.



Im Portier wird Yellow Teeth als Trio auftreten.

> yellowteethsings.bandcamp.com
>
mx3.ch/yellowteeth




Die Welt von Songs from Utopia ist ein sehr dunkler und schöner Ort. Ein zweigeteiltes Universum erfüllt mit Glück und Schmerz. Dunkelheit und Licht. Es ist ein wundersamer Platz, bedrohlich und voller atemberaubender Natur. Doch die Natur ist grausam und jederzeit bereit zuzubeissen, bereit dich zu töten. Eine oftmals dystopische Welt, wo grimmige Raubvögel mit mehr als sechzig Augen über dir kreisen, bereit hinunterzustürzen, um anzugreifen.



Im Gegensatz zu den Flüssen von Elysium wo zarte Rosenblätter für immer gleiten, treiben sie in dieser Welt arglos im grausamen Wasser, werden gänzlich von ihrem Stiel getrennt «only to sink down into the blue and lay on the bottom until a fish swims by and tastes them only to spit them up again.» Hier fällt der Schnee behutsam und schwer und bedeckt wunderschöne Lebewesen, die darunter zittern. Tannenbäume ächzen. Der geerntete Wein schmeckt nach dem Salz der Tränen. Lass dich auf keinen Fall vom Spaziergang unter den Jugendstilblüten täuschen. In diesen Feldern lauert die Gefahr in ihrer vollen Gefährlichkeit. Wie ein blauschwarzes Gemälde mit dunkeln Schatten die langsam über die Leinwand kriechen um die letzten Spuren des Lichts zu ersticken. Dein Kleid schimmert, Liebling, doch die schwarzen Vögel kreisen noch immer über dir.



Eine herrliche Spannung durchzieht Shivering, das nun dritte Album nach dem 2010 eindringlichen See the Stars der in der Schweiz lebenden Indie-Dark-Folk-Band. Die Songs fangen ein mit ihrer treibenden Kraft wie eine Hard Folk Rock Raga. Es ist nicht nur die fast makellose, markante und weltmüde Stimme der Singer-Songwriterin Rebekka Zarkava, sondern auch ihr oft loopendes, hypnotisierendes Gitarrenspiel, die komplexen Akkordstrukturen und die gothisch-romantischen Texte, die einlullen. Die Lieder erzählen umfassende Geschichten, so wie die verträumten Oscar Wilde-Märchen einer kalten Winternacht. Jura Dolezal interpunktiert und webt die Songs mit Jazz-Punk-Rock Rhythmen zusammen, welche mal Bebop und dann wieder «Rock trifft auf Buddy Rich» sind. Oft spielt er sein Schlagzeug mit den Händen. Zusammen wandern Songs from Utopia tief in ein raues und weit entferntes Tal und suchen «over hills, beyond lakes, engulfed in rivers in the depth of the ocean, up in the clouds in red, in blue.» Wonach? «I search for you,» erzählt uns Rebekka. «In a dark white world. In the blue hours.» In der Wiese. Im Schnee. Im hohen Gras. Wenn die fallenden Blätter näher herantreiben, um auf den Boden zu fallen. «It is grey, a glimmer… and then nothing.» Einige Utopien! Doch welch atemberaubende Landschaft dieses Shivering ist.

> songsfromutopia.net




Paris die Stadt der Liebe – offenbar nicht nur! An der Seine kann man auch der Kreativität freien Lauf lassen und bestens neue Songs schreiben. Das hat die Neuseeländerin Flip Grater genau so gemacht und die Musik zu ihrem vierten Album «Pigalle» (April 2014) dort kreiert und aufgenommen.



Ein wunderbares Werk ist entstanden, mit Musik, die sich irgendwo im Indie-Folk-Pop-Bereich beweg. Die Einflüsse aus ihrer Heimat Neuseeland sind ebenso zu hören wie die aus der Stadt an der Seine: Mal simple, mal pompös, meist sehr melancholisch und immer untermalt von der einnehmenden Stimme von Clare aka Flip Graters.



Die ganz intime Atmosphäre, die sie mit ihren Songs erschafft, wird auch dich verzaubern! Wie übrigens schon ganz viele zuvor an diversen Festivals, wie zum Beispiel dem The Great Escape in Brighton oder dem Reeperbahn Festival in Hamburg.



> flipgrater.com
> flipgrater.bandcamp.com




Mike Savino ist nicht einfach ein Banjo-Spieler. Aus Irland ist er auch nicht und garantiert nicht der typische Indie-Folk-Act aus New York. ‘Crazy Mike‘ hat zwei Alben herausgebracht auf seinem eigenen Label Good Neighbor Records: TallTallTrees (2009) und Moment (2012). Damit tourt er non-stop durch Amerika, Asien und Europa und zieht die Zuschauer in den Banjo-Bann.



Er hat einen Titel in klassischer Musik und entwickelte eine einzigartige, innovative Banjo-Technik. Sein Instrument kennt er in- und auswendig und spielt es auch genau so: Er zupft nicht nur an den Saiten, er spielt auch mit dem Geigenbogen darauf und nutzt das Banjo als Trommel oder singt hinein.



Es ist so verkabelt und verdrahtet, dass er die schrillsten und schrägsten Töne hervorlocken, loopen und mit diversen Effekten arbeiten kann. Das ist aber noch nicht alles. Mike ist ein famoser Texter, seine Lyrics haben Tiefgang und doch kann jeder mitsingen. Ein Künstler der A-Klasse. (http://roessli.be)



Als Support mit Mike Savino auf Tour ist Monika Heidemann aus Brooklyn. Sie ist neu und herausragend. Sie hat noch nicht mal eine Website, ihr erstes Album ist noch in Arbeit und sie rockt schon Bühnen von denen andere nach dem 4ten Album noch träumen.



Sie weiss, was sie will und wie das geht. Sie ist eine Lady mit einem Bass mit mehr Bühnenpräsenz als manche 5köpfige Band.



> talltalltrees.com
> facebook.com/HEIDEMANNmusic




Einen Lebenskünstler würden wir den 22-jährigen Daniel Sage wohl hierzulande nennen. Oder ganz einfach unabhängig, erfinderisch und jung! Er verdiente sein Geld als singender Tour Guide oder Musiker in Garage Rock Bands, spielte in diversen Bars von San Francisco bis New York, besuchte zwischendurch die Nationalparks und genoss sein Leben. Wenn er nicht grad Musik macht, vertreibt sich Daniel die Zeit am liebsten mit Ping Pong spielen.



Jetzt versucht er sein Glück mit Konzerten in Europa und macht auch Halt in Winterthur. Hier präsentiert er seine schrägen Rock-Folk-Songs mit Punk-Attitüde. Mit seiner prägnant rauen, Whiskey-getränkten Stimme verleiht Daniel Sage seinen Songs zudem das gewisse Etwas.



Das Album «Wildlife» (2014) hat kein Geringerer als John Hampton (White Stripes, Gin Blossoms) produziert.

> danielsagemusic.com