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Pascal Gamboni ist die Schweizer Antwort auf Beck. Also Lo-Fi-Musiker Beck Hansen, nicht den Gipfelikrümmer. Auf seinem neuen Album singt der Bündner wahlweise auf Rätoromanisch oder Englisch. Das Album heisst «La Ventira». Das ist rätoromanisch und heisst auf Deutsch übersetzt so viel wie «Das Glück». Aber von welchem Glück singt Gamboni da genau?



Nun, vielleicht besingt er ja sein Glück, in der Weltgeschichte herumgekommen zu sein. Ist ja nicht ganz selbstverständlich, wenn man von der hintersten Ecke des Bündner Oberlands kommt – von Sedrun via London und Bristol nach Bern.



Aufgewachsen ist Gamboni nämlich in Sedrun in Graubünden. Genau dort also, wo einmal die «Porta Alpina» hätte entstehen sollte. In den Bergen gehalten hat es ihn allerdings nicht lange - so zog Gamboni in die weite Welt hinaus. Zuerst nach Österreich, dann nach Bristol, später London. Mittlerweile wohnt Pascal Gamboni in Bern, irgendeinisch fingts Glück eim.



In London führte Gamboni eine Bar und stand mit seiner Band kurz vor dem grossen Durchbruch. Daraus wurde jedoch nichts. Jetzt konzentriert sich der Songwriter, Produzent und Performer auf rätoromanische Musik, gespickt mit englischen Passagen. Seine anspruchsvolle, interessante und manchmal auch verquere Musik zieht dabei immer grössere Kreise: «La Ventira» erhält durchgehend gute Kritiken – und eine Nomination für den «Swiss Live Talents»-Award hat er sich auch schon eingeheimst. Das Glück muss also nicht immer ein Major-Label-Vertrag oder die ganz grossen Bühnen der Welt sein. Das Glück kann auch im Kleinen sein – da kann auch Beck Hansen ein Lied davon pfeifen.

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